High Fidelity
Originaltitel: High Fidelity
USA, 2000, 114 min
 Offizielle deutsche Homepage
NOTE: 2+ 
Rob (John Cusack) ist der Besitzer eines schlechtgehenden Plattenladens. Als ihn seine Freundin Laura (Iben Hjejle) verlässt, stürzt er in eine tiefe Krise. Er erinnert sich an seine früheren Freundinnnen und beschliesst, sie alle aufzusuchen um herauszufinden, warum ihn die Frauen immer verlassen. Doch diese Reise in die Vergangenheit hilft im zur Selbstfindung auch nicht wirklich weiter. Rob erkennt vielmehr, das Laura etwas ganz besonderes für ihn war und so versucht er, Laura wieder zurückzugewinnen...

Die Story hört sich auf den ersten Blick belanglos an, ist sie aber keineswegs, denn "High Fidelity" ist keine platte Beziehungskomödie. Vielmehr zeigt sie in einem wunderbar melancholisch-ironschen Tonfall einen überaus sympathischen Verlierertypen, dessen eigentliches Problem ist, das er nicht Erwachsen werden will. Dabei stehen ihm seine zwei Kumpels tatkräftig zur Seite. Alle Drei eint die Liebe zur Musik, der sie in Robs Plattenladen ausgiebig frönen. Nur von ihnen als "cool" anerkannte Kunden werden überhaupt bedient, und dann auch nur mit Platten, die von den Dreien gutgeheissen werden. Damit pflegen sie ihr Outlaw-Image, welches sie eigentlich bekämpfen wollen, bewusst oder unbewusst. 

John Cusack mimt wie schon im "Being John Malkovich" den Charakter des sympathischen Verlierers. Dies macht er erneut so grossartig, das man fasst hoft, das er diesem Typus treu bleibt. Sehr überzeugend auch Iben Hjejle (wie spricht man diesen Namen aus??) als seine (Ex)-Freundin Laura. Alles in allem ein eigentlich sehr ruhiger Film, der ohne platten Witz auskommt und durch seine Melancholie, die aber nie die Hoffnung aus das Gute aufgibt, besticht. 

Thomas Vits

Darsteller:
Rob Gordon - John Cusack
 Laura- Iben Hjejle
 Barry - Jack Black
 Marie DeSalle - Lisa Bonet
 Club Kid - Marc Busey
 Justin - Ben Carr
 Liz - Joan Cusack

Regie:
Stephen Frears

Drehbuch:
D.V. DeVincentis, Steve Pink,
   John Cusack, Scott Michael Rosenberg

nach dem Roman von:
Nick Hornby