| Unbreakable - Unzerbrechlich | ||||
| Originaltitel:
Unbreakable USA, 2000, 106 min, FSK 16 |
NOTE: 1
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| "Waren
sie in ihrem Leben jemals krank?" - Eigentlich eine ziemlich unscheinbare
Frage. Doch für David Dunn (Bruce Willis) ist diese auf einer Karte
stehende Frage, die ein Unbekannter unter den Scheibenwischer seines Autos
geklemmt hat, ein weiteres Mosaiksteinchen zu einem Bild, das er überhaupt
nicht versteht. Denn David Dunns Leben ist seit kurzem vollkommen aus den
Fugen geraten. Er hat als einziger von über 130 Passagieren ein spektkuläres
Zugunglück überlebt - und das vollkommen unverletzt. Um seine
Verwirrung komplett zu machen platzt der Comic-Sammler Elijah Price (Samuel
L. Jackson) in das bislang so gleichförmige Leben von David, der als
Security-Mann in einem Football-Stadium arbeitet. Elijah ist der Meinung,
dass David unverwundbar ist. Zu dieser Theorie ist der etwas wunderliche
Comic-Fan gekommen, weil er selber mit der Glasknochen-Krankheit geboren
wurde und sich schon im Mutterleib mehrere Knochen gebrochen hatte. Wenn
es so verletzliche Menschen wie ihn gibt - so Elijahs Überlegung -
dann könnten andere doch auch unverwundbar sein. David sträubt
sich natürlich gegen die etwas kruden Ansichten von Elijah, doch je
mehr er seine eigene Vergangenheit erkundet, desto deutlicher wird, dass
der Comic-Sammler recht haben könnte.
Fast genau ein Jahr nach dem Überraschungserfolg "The sixth sense" kommt nun der neue Film von M. Night Shyamalan in die deutschen Kinos. Wieder stammt das Drehbuch aus der Feder des Regisseurs und erneut hat Bruce Willis die Hauptrolle übernommen. Auch die visuelle Inszenierung setzt konsequent den ungewöhnlichen Stil von "The sixth sense" fort. Ruhige Kamerafahrten und eine strenge Bildkomposition in verwaschenen Brauntönen herrscht auch in "Unbreakable" vor. Die wenigen "actionreicheren" Szenen - wenn man in diesem Film überhaupt davon sprechen kann - wirken deshalb umso explosionsartiger. Das klingt zunächst so, als wäre M. Night Shyamalan auf Nummer sicher gegangen und habe das Erfolgsrezept des Vorgängerstreifens einfach übernommen. Doch im Gegenteil, der indische Regisseur hat es sich alles andere als einfach gemacht. Denn der Plot dürfte nicht unbedingt jedermanns Sache sein. Shyamalan hat nämlich eine Art philosophischen Superheldenfilm gedreht - ein äußerst ungewöhnlicher und für manchen Kinogänger bestimmt auch gewöhnungsbedürftiger Ansatz. Wer aber bereit ist, dem Gedankenspiel, das Wesen von Comic-Helden einmal ernsthaft zu beleuchten, zu folgen, der wird mit einem der originellsten Filme der letzten Jahre belohnt. Dabei verweigert sich Shyamalan den üblich gewordenen Sehgewohnheiten, die durch das Mainstream-Kino der letzten Jahrzehnte geprägt wurde. Zwei Beispiele: Wir bekommen zu Beginn des Films das eigentliche Zugunglück nicht zu sehen. Allein aus den Dialogen im Film und einigen kurzen Luftaufnahmen der Unglücksstelle im Fernsehen muss der Zuschauer das Geschehen rekonstruieren. Ein anderes Beispiel ist dies Szene, in der David Dunn im Krankenhaus aufwacht. Während er noch benommen auf der Liege sitzt, kann der Zuschauer am unteren Bildrand im unscharfen Bereich noch so gerade wahrnehmen, wie sich auf dem Laken eines anderen Patienten langsam ein Blutfleck bildet. Aus der Unterhaltung mit dem Arzt kann der Zuschauer entnehmen, dass es sich dabei um einen zweiten Überlebenden des Zugunglücks handelt, der aber bald sterben wird. Manche Kritiker monierten an "Unbreakable", dass der Film den Zuschauer zu sehr alleine lässt. Diese Kritik ist jedoch etwas fehl am Platze, denn die Offenheit der Inszenierung ist kein handwerklicher Fehler, sondern der grundsätzliche Ansatz der filmischen Konzeption. "Unbreakable" bietet an vielen Stellen nur Möglichkeiten, die der Zuschauer selber interpretieren muss. Auf diese Weise begleitet der Kinobesucher David Dunn auf seiner Suche nach seiner Identität und bekommt dabei wieder einmal von M. Night Shyamalan ein überaus ausgefuchstes Ende präsentiert. Auch wenn "Unbreakable" weniger einfach zugänglich als "The sixth sense" geraten ist: Dieser Film ist visuell atemberaubendes und erzählerisch innovatives Kino. Jedoch bleibt zu befürchten, dass die Ausnahmequalitäten dieses Filmes erst in einigen Jahren Anerkennung finden werden. |
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Darsteller:
Bruce Willis - David Dunn Samuel L. Jackson - Elijah Price Robin Wright - Audrey Dunn Charlayne Woodard - Elijahs Mutter Leslie Stefanson - Kelly Regie:
Drehbuch:
Musik:
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